Meine Kinder stehen total auf Pokemon. Alle Kinder in der Nachbarschaft stehen auf diese Dinger, die nur auf völlig überteuerten Spielkarten oder in einer elende Zeichentrickserie existieren.
Auch wir haben sicher als Kinder irgend etwas gehabt, was unsere Eltern überhaupt nicht verstanden haben. Star Wars Figuren, Hulk. Slimy mit Würmern oder Superman?
Ich stehe heute jedenfalls machtlos vor der Pokemon-Plage. Shiggy mit der Entwicklung zu Schillog, Glumanda wird zu Glutexo und aus Nebulack wird Allpollo (?). Ich sehe die Japanischen Erfinder ganz deutlich vor mir, wie sie täglich drei Eimer Pisse vor lachen aus dem Büro schleppen müssen vor lachen nicht in den Schlaf kommen.
Neulich schnappte ich den Namen “Tokkepi” auf, der würde noch halb in seinem Ei stecken. Referierte mein jüngster vor den Nachbarskindern.
Ich liebe meine Kinder über alles und würde ihnen nicht den Spaß an den Pokemons verderben. Konnte es mir aber nicht verkneifen abends in kleinster Runde, unter großem Hallo und Gegacker der Jungs zu erzählen, dass heute in den Nachrichten Tokkepis tragischer Unfall durchgegeben wurde. Er sei zu blöde für die Ampel gewesen und deshalb von einem LKW weggemöllert worden. Ja-ha, das ist pädagogisch astrein!
Diese Story kam offenbar so gut an, dass sie haargenau mit weißer und sehr viel roter Straßenmalkreide in unserer Garageneinfahrt nachgezeichnet wurde.
Die Nachbarjungs standen bis eben mit offenem Mund davor. Strike!
Yahhhhhhhhhapppadappadu!
Freunde von mir arbeiten beim Trickfilm – ist immer ein großer Spaß dort aufzulaufen und mit den Leuten Mittag essen zu gehen. Nur als Erwachsene sollte man sie nicht bezeichnen.