Mach´s gut Jürgen

Letzte Woche erfuhr ich am Telefon von Jürgens Tod . Er war der Vater meines ältesten und besten Freundes. Ich kannte ihn deshalb auch schon seit unserer Grundschulzeit.

Zwar wohnte er weiter im Süden Deutschlands und ich habe nur selten mit ihm zu tun gehabt, trotzdem fühlte ich mich ihm sehr verbunden. Nicht nur weil er der einzige „Erwachsene“ war, mit dem ich mich schon früh duzte. Nein, er war viel mehr ein Vorbild. Der Rocker unter den Vätern.

Jürgen hatte gleich drei Studiengänge mit Erfolg abgeschlossen, war in den 70ern so erfolgreich, daß ihm sein Chef mal einen Ferrari hinstellte (den fand er aber kacke), fuhr Porsche und Camaro, war irgendwann mal der Besitzer einer Discothek, wohnte der Lebensqualität wegen in der Rheinland – Pfalz, auch sah man ihn nie ohne Kippe im Mund und er trug lange Haare zu seinen Mercedes S-Klassen.

Aus unserer spießigen Kleinstadtsicht heraus ein Outlaw, einer der seine Träume verwirklicht und macht, was ihm wirklich gefällt. Ein starker Typ. Ich kann nicht leugnen, dass er mich beeinflusst hat und ich ihn bewunderte.

Jetzt hat ihn der scheiß Krebs dahingerafft und ich muss unwillkürlich an die Worte Douglas Adams denken:

mach´s gut und Danke für den Fisch!

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