Zucker

süß wie Ohrenschmalz

Geht alle weg!

Ich brauche Kaffee. Ich habe keine Ahnung, ob das wirklich so ist. Hat Koffein in diesen geringen Mengen überhaupt eine Wirkung auf unseren Organismus und “braucht” man den denn? Das müsste ich vielleicht mal einen Mediziner fragen. Aber ich sitze am anderen Ende der Nahrungskette, bzw. am anderen Ende des Schreibtisches und ich fühle mich nun mal nur gut mit einem Kaffee!

Leider kann in diesem Bürohaushalt weder einer Kaffee kaufen, geschweige denn kochen.

Ich glaube aber gar nicht, dass das mein Problem ist. Ich denke vielmehr, dass ich einfach nur schlechte Laune habe….

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2010

Ich habe es noch so vor Augen, als sei es erst gestern gewesen. ich stand in der Küche neben dem Herd und fragte meine Mutter, ob ich das Jahr 2000 erleben würde. Ich war noch zu klein um mir vorstellen zu können, wie alt ich dann sein würde. Meine Mutter antwortete milde “Ja, das will ich doch wohl hoffen!” – ich meine mit einem Lachen….

sie starb leider 1980. 20 Jahre danach kam das Jahr 2000. Völlig unspektakulär und ohne Flugzeugabstürze, Super-Gaus oder anderem vorhergesagten Firelefans.

In etwas mehr als 24 Stunden haben wir es 2010. Ich habe das Gefühl durch die Zeit zu fallen.

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Puuuuu-uh

Ich bin lange nicht hier gewesen. Nicht das ich keine Lust gehabt hätte. Ich habe einfach nichts zu sagen.

Wem auch?

Um mich herum wird eh nur noch per sms kommuniziert. Mein Liebste zum Beispiel, erhält pro Aufladung ihrer Prepaidkarte 150 Gratis-sms. Sie muss also nur drei mal am tag ihre Karte aufladen und zahlt dann nichts mehr fürs “simsen”.

Ich habe ja eine Flatrate.

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Der Deckversager

Der kleine Deckversager weinte bitterlich auf dem Schoß seiner Mutter. Sie tröstete ihn mit den stählernden Worten “Du willst doch ein Mann sein, also musst Du auch lernen zu verlieren.” Recht hatte sie und der stark russische Akzent der Mutter gab den Worten eine harte Note. Zumindest für mich, denn ich habe in den Achtzigern gesehen, wie Rocky in Russland gegen Ivan Drago kämpfen musste und weiss genau was da läuft.

Minuten vorher schrie die fanatische Muttertrainerin, die, es gehört jetz hier gar nicht her, ausgesprochen attraktiv war, zusammen mit einer Horde Cotrainer, die ebenfalls auf 180 liefen, “Decken!”, “Decken!!”, “Deeeecken!!!” und “In die Ecke werfen!” von der Tribüne aus auf das Spielfeld, wo sich sechsjährige bei einem Minihandballturnier tummelten und eben alles machten, nur offensichtlich eins nicht, decken und in die Ecke werfen. Die große Schwester des kleinen Nichtdeckers rief irgendwann die Mutter zur Ordnung und meinte, sichtlich peinlich berührt, “Mama, Alex hat nicht an allem Schuld.”

Aber ich als Sportignorant wusste das vielleicht einfach nicht besser und das musste so sein. Zum Schluß bekamen ausnahmslos alle Teilnehmer eine Siegerurkunde und eine bunte Tüte, Ich vermute, genau weiß ich es natürlich nicht, dass auf Alex anstelle des Namens, “Der der nicht deckt” gestanden hat und wenn es nicht vom Kampfgericht so eingetragen war, hat es spätestens seine Mama zuhause mit Edding korrigiert.

In drei Wochen ist das nächste Spielfest, bis dahin muss ich meinen Sohn noch ins Trainingslager geben und mir einen Klebeschnautzer besorgen.

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Einsicht

In meiner Bar arbeitet eine sehr süße Bedienung. Dunkle Haare, nett, attraktiv und mit einem unglaublichen Strahlen versehen. Die Tage saß sie dort mit ihrem Freund. “Was willst Du bloß mit diesem gut aussehenden Latinotypen, wenn Du doch mich haben könntest?” dachte ich mir noch.

Nach zwei Minuten überlegen kam ich selber drauf.

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Think big

Mein Onkel ist ein Schlaukopf und er brachte mich auf eine geniale Geschäftsidee: Kleidungsstücke, die von Läusen oder Zecken befallen sind, können bekanntlich in einer Mikrowelle dekontaminiert werden. (Sorry, mich juckt es auch gerade überall.) Das muss doch eigentlich auch bei den Milben in Matratzen funktionieren. Da stellt sich nur die Frage, wie bekomme ich diese in einen Mikrowellenofen?

Ganz einfach: begehbare Mikrowellen.

Die Einsatzmöglichkeiten sind schier unbegrenzt. Als Nachfolgeprodukt kann ich mir auch schon die 80-Liter-Tasse vorstellen, damit könnte zum Beispiel Lars seinen Kuchen in adäquaten Portionen herstellen.

Ich suche noch Investoren.

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Summer Games

Im aktuellen Prospekt des Gameshops, stolperte ich über das Spiel Beijing 2008. Ich selber bin ein etwas in die Jahre gekommener Zocker der C64-Generation und habe 1984 selbstverständlich Summer Games gespielt oder besser gesagt gewackelt, denn man musste damals wie ein Affe den Joystick hin- und herdengeln, um bei den Blockgrafikdisziplinen wie Laufen Geschwindigkeit, Hochsprung Höhe oder beim Turmspringen Saltos zu erlangen. Das hat riesig Spaß gemacht und alle 7 Tage war ein neuer Joystick fällig – selbstverständlich ein Competition pro - Ehrensache.

Aber was macht man heute wohl bei Beijing 2008? Durch wackeln Webseiten sperren? Durch drücken von A und B Dissidenten jagen? Vielleicht kann man durch das lösen kleiner listiger Rätsel Journalisten maltretieren? Dann gibt es noch Mönche kloppen und als Bonus, aber nur im god-mode, beeinflusst man das Wetter per W-LAN oder Bluetooth.

Früher war alles besser.

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Liebes BKA

Ich habe mir einen, für meine Verhältnisse, sauteuren schwarzen Anzug gekauf. Und zwar, weil ich ein eitler Fatzke bin und NICHT für “Onkel Enzo ab und zu etwas erledige”.

Es ist halt nur so, das meine Olle besorgte Frau Exfrau meinen Sohn so lange gegängelt hat, mich doch einmal zu fragen, ob ich überhaupt noch in meinem alten Job arbeiten würde, weil ich doch lauter neue Sachen, einen LCD-TV und gleich zwei EeePC gekauft hätte. Da konnte ich nicht anders, als ihm zu sagen, ich würde für den Onkel meines italienischen Freundes so nebenbei arbeiten.

Die Vorstellung, wie sie mit ihrem neuen Schnuckiputzi ins Zeugenschutzprogramm flüchtet, war einfach zu reizvoll.

Also bitte nicht ermitteln. Das einzige was ich mir aus Holland mitbringe, ist Salmiakpulver in Tüten.

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Herrenfrisur 8 Euro

Inzwischen lebe ich alleine und genieße es. Ok auch ich kann mir kaum noch einen Furz in Tüten leisten, Unterhalt für 3 Kinder 700 Euro, Hauskosten 800 Euro, aufwachen ohne Gezeter… unbezahlbar.

Es ist keine drei Monate her, da wollte mir meine Olle doch tatsächlich weiß machen, dass sie mal eben bis morgens um sechs mit ihrer Schwester im Kino war. Als ich sie rausgeschmissen habe kam ihr glatt Papa und hat mir erst mal die Leviten gelesen. So ginge das mit mir nicht mehr weiter, ich sei unmöglich und ich solle gefälligst verschwinden. Das feine Töchterlein hat keinen Stecher und war auch niemals in einem Kaff, das “Kleinenbremen” heißt. Soso, in GoogleEarth sah man genau, wo der GPS-Logger die Nacht war, nämlich unter meinem Beifahrersitz, quasi am Geschlechtsteil des Beifahrers, in irgendeinem Dreckskaff eben genau Namens “Kleinenbremen”, Uhrzeit, gefahrene Kilometer Geschwindigkeit und selbst auf welcher Strassenseite der Wagen stand waren zu sehen. Ups, da ist der alte Herr wohl schlecht informiert gewesen.

Trotzdem, so wie ich mich verhalte, daß ginge gar nicht und bevor ich das Sorgerecht bekäme, würde er dafür sorgen, das die Kinder “ins Heim kommen”, denn, falls ich es noch nicht wisse, seine Schwester hätte mal in einer der renomiertesten Anwaltskanzleien des Landes gearbeitet und deshalb kenne er sich da ein bißchen besser aus als andere.

Das hat mir dann gereicht, denn falls Ihr es noch nicht wisst, meine Schwester ist Friseurin und ich habe ihm dann “die Haare gemacht”. Nicht das er das verstanden hätte, dafür ist er zu schlau, von seiner imaginären Schwester habe ich allerdings auch nocht nichts gehört. Vielleicht kann die bei uns aber auch mal sauber machen kommen?

So kanns gehen, wenn man große Schwestern und einen GPS-Logger hat.

Besonderen Dank noch mal an Jörg, der mir damals nach der Frage was so ein Ding kostet, mit den Worten “sofort kaufen” unverblümt 50,00 Tacken in die Hand gedrückt hat.

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