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Summer Games

Kategorie: Mumpitz — Von: Martin am Dienstag, 05. August 2008

Im aktuellen Prospekt des Gameshops, stolperte ich über das Spiel Beijing 2008. Ich selber bin ein etwas in die Jahre gekommener Zocker der C64-Generation und habe 1984 selbstverständlich Summer Games gespielt oder besser gesagt gewackelt, denn man musste damals wie ein Affe den Joystick hin- und herdengeln, um bei den Blockgrafikdisziplinen wie Laufen Geschwindigkeit, Hochsprung Höhe oder beim Turmspringen Saltos zu erlangen. Das hat riesig Spaß gemacht und alle 7 Tage war ein neuer Joystick fällig – selbstverständlich ein Competition pro - Ehrensache.

Aber was macht man heute wohl bei Beijing 2008? Durch wackeln Webseiten sperren? Durch drücken von A und B Dissidenten jagen? Vielleicht kann man durch das lösen kleiner listiger Rätsel Journalisten maltretieren? Dann gibt es noch Mönche kloppen und als Bonus, aber nur im god-mode, beeinflusst man das Wetter per W-LAN oder Bluetooth.

Früher war alles besser.

Liebes BKA

Kategorie: Mumpitz — Von: Martin am Dienstag, 08. Juli 2008

Ich habe mir einen, für meine Verhältnisse, sauteuren schwarzen Anzug gekauf. Und zwar, weil ich ein eitler Fatzke bin und NICHT für “Onkel Enzo ab und zu etwas erledige”.

Es ist halt nur so, das meine Olle besorgte Frau Exfrau meinen Sohn so lange gegängelt hat, mich doch einmal zu fragen, ob ich überhaupt noch in meinem alten Job arbeiten würde, weil ich doch lauter neue Sachen, einen LCD-TV und gleich zwei EeePC gekauft hätte. Da konnte ich nicht anders, als ihm zu sagen, ich würde für den Onkel meines italienischen Freundes so nebenbei arbeiten.

Die Vorstellung, wie sie mit ihrem neuen Schnuckiputzi ins Zeugenschutzprogramm flüchtet, war einfach zu reizvoll.

Also bitte nicht ermitteln. Das einzige was ich mir aus Holland mitbringe, ist Salmiakpulver in Tüten.

Ist spät geworden

Kategorie: Mumpitz — Von: Martin am Sonntag, 06. Juli 2008

Ich sitze im Garten und höre gerne wie im Keller die Waschmaschine brummt. Auf meinem Rechner läuft ein original Windows und ich habe mir ein Appleprodukt gekauft. Was kommt als nächstes?

Shit, ich werde alt, holt mich hier raus!

Herrenfrisur 8 Euro

Kategorie: Mumpitz — Von: Martin am Samstag, 21. Juni 2008

Inzwischen lebe ich alleine und genieße es. Ok auch ich kann mir kaum noch einen Furz in Tüten leisten, Unterhalt für 3 Kinder 700 Euro, Hauskosten 800 Euro, aufwachen ohne Gezeter… unbezahlbar.

Es ist keine drei Monate her, da wollte mir meine Olle doch tatsächlich weiß machen, dass sie mal eben bis morgens um sechs mit ihrer Schwester im Kino war. Als ich sie rausgeschmissen habe kam ihr glatt Papa und hat mir erst mal die Leviten gelesen. So ginge das mit mir nicht mehr weiter, ich sei unmöglich und ich solle gefälligst verschwinden. Das feine Töchterlein hat keinen Stecher und war auch niemals in einem Kaff, das “Kleinenbremen” heißt. Soso, in GoogleEarth sah man genau, wo der GPS-Logger die Nacht war, nämlich unter meinem Beifahrersitz, quasi am Geschlechtsteil des Beifahrers, in irgendeinem Dreckskaff eben genau Namens “Kleinenbremen”, Uhrzeit, gefahrene Kilometer Geschwindigkeit und selbst auf welcher Strassenseite der Wagen stand waren zu sehen. Ups, da ist der alte Herr wohl schlecht informiert gewesen.

Trotzdem, so wie ich mich verhalte, daß ginge gar nicht und bevor ich das Sorgerecht bekäme, würde er dafür sorgen, das die Kinder “ins Heim kommen”, denn, falls ich es noch nicht wisse, seine Schwester hätte mal in einer der renomiertesten Anwaltskanzleien des Landes gearbeitet und deshalb kenne er sich da ein bißchen besser aus als andere.

Das hat mir dann gereicht, denn falls Ihr es noch nicht wisst, meine Schwester ist Friseurin und ich habe ihm dann “die Haare gemacht”. Nicht das er das verstanden hätte, dafür ist er zu schlau, von seiner imaginären Schwester habe ich allerdings auch nocht nichts gehört. Vielleicht kann die bei uns aber auch mal sauber machen kommen?

So kanns gehen, wenn man große Schwestern und einen GPS-Logger hat.

Besonderen Dank noch mal an Jörg, der mir damals nach der Frage was so ein Ding kostet, mit den Worten “sofort kaufen” unverblümt 50,00 Tacken in die Hand gedrückt hat.

Leben 2.0

Kategorie: Mumpitz — Von: Martin am Dienstag, 20. Mai 2008

So ich lebe noch.

Meine Ex ist heimlich mit meinen Kindern ausgezogen. Ist jetzt schon länger her. Das und viele andere Dinge muste ich erst mal im Kopf klar kriegen. Ab sofort schreibe ich hier ein paar Artikel, die das eine
oder andere lustige, wenn man es so nennen will, beinhalten.

Da werde ich mal erklären was so ein GPS-Logger doch für ein phantastisches Gerät ist, wie man rosa T-Shirts in Größe XS in die Wäsche schmuggelt und natürlich, dass ich an allem schuld bin.
Selbstverständlich.

Eine Tasche fürs Leben

Kategorie: Mumpitz — Von: Martin am Samstag, 05. April 2008

Als ich vorhin beim dm noch eine Jutetasche aufs Band legte, sagte mir der freundliche Kassierer, dass ich diese umtauschen kann, sollte sie kaputt gehen oder einfach nicht mehr gut aussehen und das ein Leben lang. Ich muss ihn ziemlich bekloppt angeguckt haben und konnte nur noch erstaunt fragen “Äh, die Tasche?” Aber das war sein ernst. Ich liebe dm!

Nichts für Ungut, Sportsfreunde

Kategorie: Mumpitz — Von: Martin am Samstag, 05. April 2008

Was ich gerade erst gesehen habe ist, dass die Deutschen Piraten Blogcharts mich im letzten Jahr auf Platz 1966 gelistet haben. Das ist eigentlich keiner Erwähnung wert. Das ich allerdings direkt einen Platz besser als der Deutsche-Affentennisblog stehe schon..

blogcharts

Gene

Kategorie: Mumpitz — Von: Martin am Donnerstag, 27. März 2008

Da bin ich heute eher zufällig mit meinem ältesten bei h&m und sehe meine eigene Jacke in Kindergröße. Klar, versuche ich sofort meinen Sohn davon zu überzeugen, genau diese mal anzuprobieren. Widerwillig zog er sie über. Klamotten interessieren ihn noch nicht. Dachte ich…..,

denn gerade in diesem Moment kam ein kleines, hübsches blondes Mädchen um die Ecke, sah ihn und strahlte. Sie geht in seine Klasse und steht offensichtlich auf seine Jacke. Diese wurde nicht mehr ausgezogen. [Clubstarmodus ein.] Beim Verlassen des Geschäftes flüstere ich ihm noch ins Ohr “so, jetzt machen wir Mädchen klar”. Er wird nächste Woche 10. Von mir bekommt er eine coole Jacke.

Nils Jacke

Jeden Tag eine neue Welt

Kategorie: Mumpitz — Von: Martin am Dienstag, 25. März 2008

So, da bin ich wieder. Ich brauchte noch ein bißchen. Hat wahrscheinlich Keiner bemerkt. Oder?….Oder?…. Keiner?… dachte ich`s mir. :)

Danke für die nette “Anteilnahme”. Inzwischen ist bei uns der Alltag eingekehrt. Log ich.

Eine wirkliche räumliche Trennung scheint aus verschiedenen Gründen nicht möglich. Macht aber nichts, denn wir haben uns auch so lieb. Das äußert sich in Beleidigungen. Wobei männliche Beleidigungen unweigerlich in Androhungen von rechtlichen Schritten und weibliche zu nichts führen. Alltag heißt bei uns inzwischen “Tschibo-Welt”, nur daß bei uns fast täglich eine neue Welt zu finden ist.

Den einen Tag wird sich komplett, aber so was von komplett getrennt. Neue Spüle und Herd gekauft, Möbel gerückt, transportiert und zerkloppt. Wohnungen getrennt und eine Etage nach oben verlegt. Rechtlich untermauert von Schriftstücken, die nicht nur die Gebühreninnovationen von Anwälten zeigen, sondern die endgültige Akzeptanz der ehelichen Trennung und des neu gestalteten Raumangebotes fordern. Keine Woche später steht der ganze Schmott wieder bei mir unten, weil es eventuell doch etwas überhastet war, großartige Küchenplanungen in einem Raum ohne Gas- oder Wasseranschluß vorzunehmen. Wiederum versehen mit Schriftstücken, die die ganze Vielfalt von guter Beratung widerspiegeln und anprangern, daß, wenn man doch eine getrennte Küche verlange, man für diese doch selber sorgen möge.

Was Wochen zuvor noch als Hauptrennungsgrund angeführt wurde, nämlich, daß ich mich zu viel um die Kinder gekümmert habe und dabei sie als Frau mißachtet habe, scheint inzwischen auch nicht mehr im Katalog zu sein. Vielmehr wartet meine kleine Tschibowelt inzwischen mit dem Hammerargument auf, ich hätte mich vielmehr niemals um die Belange des Nachwuchses gekümmert und habe da wohl auch nie Lust zu gehabt. Das äußere sich vor allen darin, daß ich unverschämter Weise einfach immer auflege, wenn meine mich liebende Ehefrau Vormittags im Büro anruft und in das Telefon brüllt, ich sei ein “faules dummes Schwein” und solle “sofort mit den Kindern Hausaufgaben machen”. Doof nur, daß so was meine Kollegen hören. Aber die manipuliere ich ja wahrscheinlich auch alle?

Diese Aufzählung ginge jetzt noch elendig weiter und würde in körperliche Gewalt gipfeln, die ich ihr zugefügt haben soll. Geschlagen hätte ich sie und zwar so geschickt, daß sie weder Blessuren noch eine rote Stelle hatte. Obwohl ich sie mitten ins Gesicht gehauen hätte. Ja, so ein Fuchs sei ich, das können nur echte CIA-Verhör-Nahkampf-Experten. Der Staubsauger, den sie mir aus Wut über die Rübe gezimmert hat, nein der ist natürlich beim Saugen kaputt gegangen. Schwupp, einfach so beim Saugen ist der Staubsaugerkopf abgebrochen. Tja, ist halt sehr uneben bei uns. Muss ich wohl verwechselt haben.

Ich bin unendlich müde.

Das Leben der Anderen

Kategorie: Mumpitz — Von: Martin am Freitag, 08. Februar 2008

Ich habe einen Monat Pause gebraucht. Meine Frau hat sich von mir getrennt. Sie hätte sich schon seit 2 Jahren von mir trennen wollen, es sich aber erst jetzt getraut. Ich solle doch am besten ausziehen und sie mit unseren drei Kindern alleine lassen. Wir haben uns schließlich unglaublich auseinander gelebt. Nein, dass sie seit Neujahr die Nächte bei einem Anderen verbringt hat damit nichts zu tun. Ich hätte schließlich Schuld daran, dass sie sich in Bars von Typen anbaggern ließe. Die Handtasche voller Kondome und Monofem wäre ja auch ganz normal. – Nee, schon klar!

Hausdarlehen. Autokredit, Familie, Kinder unter 10 … egal, man ist ja verliebt. Mit 41 17 hat man noch Träume und die verwirklicht man. Midlife Crisis, Ehefrust, Egoismus, endlich mal wieder Komplimente, große Liebe und sozial inkompetente Freundinnen mit sozialpädagogischen Ausbildungen. Eine explosive Mischung.

Das Haus in zwei Wohnungen getrennt. Unterhaltsberechnung an den Rechtsanwalt abgegeben. Ich habe jetzt endlich wieder etwas Ruhe gefunden und in einem echt schwarzen Januar gemerkt, was Freunde wert sind. Hilfe an jeder Ecke. Dafür bin ich unglaublich dankbar.

Bis letzte Woche hätte mir Blut aus Augen und Ohren laufen können, wenn Sie mir dreist sagte: “Du ich fahre nachher weg”, duschte, sich tüchtig ficken ließ gute Gespräche führte, um dann mitten in der Nacht oder auch am nächsten Morgen zum wiederholten duschen wieder nach Hause zu kommen. Inzwischen lade ich mir netten Besuch ein, wenn Sie das macht. Sie muss noch ein, zwei Wochen meine Küche mitnutzen. Das ist allerdings in absehbarer Zeit auch vorbei und die räumliche Trennung ist noch einen Schritt weiter.

Die Kinder leiden, das tut mir weh.

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