Zucker

süß wie Ohrenschmalz

Leben 2.0

So ich lebe noch.

Meine Ex ist heimlich mit meinen Kindern ausgezogen. Ist jetzt schon länger her. Das und viele andere Dinge muste ich erst mal im Kopf klar kriegen. Ab sofort schreibe ich hier ein paar Artikel, die das eine
oder andere lustige, wenn man es so nennen will, beinhalten.

Da werde ich mal erklären was so ein GPS-Logger doch für ein phantastisches Gerät ist, wie man rosa T-Shirts in Größe XS in die Wäsche schmuggelt und natürlich, dass ich an allem schuld bin.
Selbstverständlich.

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Eine Tasche fürs Leben

Als ich vorhin beim dm noch eine Jutetasche aufs Band legte, sagte mir der freundliche Kassierer, dass ich diese umtauschen kann, sollte sie kaputt gehen oder einfach nicht mehr gut aussehen und das ein Leben lang. Ich muss ihn ziemlich bekloppt angeguckt haben und konnte nur noch erstaunt fragen “Äh, die Tasche?” Aber das war sein ernst. Ich liebe dm!

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Gene

Da bin ich heute eher zufällig mit meinem ältesten bei h&m und sehe meine eigene Jacke in Kindergröße. Klar, versuche ich sofort meinen Sohn davon zu überzeugen, genau diese mal anzuprobieren. Widerwillig zog er sie über. Klamotten interessieren ihn noch nicht. Dachte ich…..,

denn gerade in diesem Moment kam ein kleines, hübsches blondes Mädchen um die Ecke, sah ihn und strahlte. Sie geht in seine Klasse und steht offensichtlich auf seine Jacke. Diese wurde nicht mehr ausgezogen. [Clubstarmodus ein.] Beim Verlassen des Geschäftes flüstere ich ihm noch ins Ohr “so, jetzt machen wir Mädchen klar”. Er wird nächste Woche 10. Von mir bekommt er eine coole Jacke.

Nils Jacke

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Jeden Tag eine neue Welt

So, da bin ich wieder. Ich brauchte noch ein bißchen. Hat wahrscheinlich Keiner bemerkt. Oder?….Oder?…. Keiner?… dachte ich`s mir. :)

Danke für die nette “Anteilnahme”. Inzwischen ist bei uns der Alltag eingekehrt. Log ich.

Eine wirkliche räumliche Trennung scheint aus verschiedenen Gründen nicht möglich. Macht aber nichts, denn wir haben uns auch so lieb. Das äußert sich in Beleidigungen. Wobei männliche Beleidigungen unweigerlich in Androhungen von rechtlichen Schritten und weibliche zu nichts führen. Alltag heißt bei uns inzwischen “Tschibo-Welt”, nur daß bei uns fast täglich eine neue Welt zu finden ist.

Den einen Tag wird sich komplett, aber so was von komplett getrennt. Neue Spüle und Herd gekauft, Möbel gerückt, transportiert und zerkloppt. Wohnungen getrennt und eine Etage nach oben verlegt. Rechtlich untermauert von Schriftstücken, die nicht nur die Gebühreninnovationen von Anwälten zeigen, sondern die endgültige Akzeptanz der ehelichen Trennung und des neu gestalteten Raumangebotes fordern. Keine Woche später steht der ganze Schmott wieder bei mir unten, weil es eventuell doch etwas überhastet war, großartige Küchenplanungen in einem Raum ohne Gas- oder Wasseranschluß vorzunehmen. Wiederum versehen mit Schriftstücken, die die ganze Vielfalt von guter Beratung widerspiegeln und anprangern, daß, wenn man doch eine getrennte Küche verlange, man für diese doch selber sorgen möge.

Was Wochen zuvor noch als Hauptrennungsgrund angeführt wurde, nämlich, daß ich mich zu viel um die Kinder gekümmert habe und dabei sie als Frau mißachtet habe, scheint inzwischen auch nicht mehr im Katalog zu sein. Vielmehr wartet meine kleine Tschibowelt inzwischen mit dem Hammerargument auf, ich hätte mich vielmehr niemals um die Belange des Nachwuchses gekümmert und habe da wohl auch nie Lust zu gehabt. Das äußere sich vor allen darin, daß ich unverschämter Weise einfach immer auflege, wenn meine mich liebende Ehefrau Vormittags im Büro anruft und in das Telefon brüllt, ich sei ein “faules dummes Schwein” und solle “sofort mit den Kindern Hausaufgaben machen”. Doof nur, daß so was meine Kollegen hören. Aber die manipuliere ich ja wahrscheinlich auch alle?

Diese Aufzählung ginge jetzt noch elendig weiter und würde in körperliche Gewalt gipfeln, die ich ihr zugefügt haben soll. Geschlagen hätte ich sie und zwar so geschickt, daß sie weder Blessuren noch eine rote Stelle hatte. Obwohl ich sie mitten ins Gesicht gehauen hätte. Ja, so ein Fuchs sei ich, das können nur echte CIA-Verhör-Nahkampf-Experten. Der Staubsauger, den sie mir aus Wut über die Rübe gezimmert hat, nein der ist natürlich beim Saugen kaputt gegangen. Schwupp, einfach so beim Saugen ist der Staubsaugerkopf abgebrochen. Tja, ist halt sehr uneben bei uns. Muss ich wohl verwechselt haben.

Ich bin unendlich müde.

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Das Leben der Anderen

Ich habe einen Monat Pause gebraucht. Meine Frau hat sich von mir getrennt. Sie hätte sich schon seit 2 Jahren von mir trennen wollen, es sich aber erst jetzt getraut. Ich solle doch am besten ausziehen und sie mit unseren drei Kindern alleine lassen. Wir haben uns schließlich unglaublich auseinander gelebt. Nein, dass sie seit Neujahr die Nächte bei einem Anderen verbringt hat damit nichts zu tun. Ich hätte schließlich Schuld daran, dass sie sich in Bars von Typen anbaggern ließe. Die Handtasche voller Kondome und Monofem wäre ja auch ganz normal. – Nee, schon klar!

Hausdarlehen. Autokredit, Familie, Kinder unter 10 … egal, man ist ja verliebt. Mit 41 17 hat man noch Träume und die verwirklicht man. Midlife Crisis, Ehefrust, Egoismus, endlich mal wieder Komplimente, große Liebe und sozial inkompetente Freundinnen mit sozialpädagogischen Ausbildungen. Eine explosive Mischung.

Das Haus in zwei Wohnungen getrennt. Unterhaltsberechnung an den Rechtsanwalt abgegeben. Ich habe jetzt endlich wieder etwas Ruhe gefunden und in einem echt schwarzen Januar gemerkt, was Freunde wert sind. Hilfe an jeder Ecke. Dafür bin ich unglaublich dankbar.

Bis letzte Woche hätte mir Blut aus Augen und Ohren laufen können, wenn Sie mir dreist sagte: “Du ich fahre nachher weg”, duschte, sich tüchtig ficken ließ gute Gespräche führte, um dann mitten in der Nacht oder auch am nächsten Morgen zum wiederholten duschen wieder nach Hause zu kommen. Inzwischen lade ich mir netten Besuch ein, wenn Sie das macht. Sie muss noch ein, zwei Wochen meine Küche mitnutzen. Das ist allerdings in absehbarer Zeit auch vorbei und die räumliche Trennung ist noch einen Schritt weiter.

Die Kinder leiden, das tut mir weh.

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Benazir Bhutto ermordet

Benazir Bhutto, die pakistanische Oppositionsführerin mit starkem Drang zur Demokratie, wurde während einer Kundgebung von Selbsmordattentätern getötet. Dabei kamen um die 20 weitere Menschen ums Leben. Die Al Qaida bekannte sich zu dem Anschlag und bezeichnete die Tat als “ersten großen Sieg gegen die verbündeten des Westens in Pakistan”.

Die ganze Welt zeigt nun wieder mit Fingern auf Muslime, ohne einen ernsten Unterschied zwischen Terroristen, Extremisten oder “Normalbürgern” zu machen. Gießt doch noch ein bißchen mehr Öl in die Flamme des Unverständnisses von pensionierten CDU-Wählern und Bildlesern. Vielen Dank dafür!

Wie ich Euch verblendete Spinner hasse!

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Klare Ansage

Heute Mittag bestellt ein Pärchen: “Zwei Lumumba, einen mit Rum, einen mit Amaretto. Einer mit Sahne.”

Der unglaublich ruhige Verkäufer: “Dann müssten Sie mir allerdings sagen, welcher mit Sahne sein soll?”

Darauf sie: “Der für mich.”

Ich liebe den Wihnachtsmarkt!

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